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Wie kann man den Jo-Jo-Effekt verhindern?

Donnerstag, August 2nd, 2012

Der Jo-Jo-Effekt

Als Jo-Jo-Effekt wird eine rasche Zunahme von Gewicht, nach einem beabsichtigten Gewichtsverlust durch eine Diät, bezeichnet. Das Körpergewicht schnellt auf seinen vorherigen Wert zurück oder übersteigt ihn sogar. Da darauf von den Betroffenen häufig mit erneuten Diäten reagiert wird, nach denen es meist erneut zur Rückgewinnung oder Übersteigung des Ausgangsgewichtes kommt, wird vom Jo-Jo-Effekt gesprochen.

Ursachen des Jo-Jo-Effekts

Der Jo-Jo-Effekt entsteht häufig, wenn die Gewichtsabnahme durch eine Reduktionsdiät zu schnell und massiv vorangetrieben wurde. Derart unter Schock, stellt der Organismus auf den sogenannten Hungerstoffwechsel um. Der Grundumsatz an Kilokalorien wird stark herabgesetzt. Wenn nach dem Erreichen des Wunschgewichtes nach der Diät wieder eine höhere Zahl an Kalorien konsumiert wird, verbraucht der Körper immer noch nur einen geringen Teil für den Grundumsatz – die überschüssigen Kalorien legen sich, in Fett umgewandelt, bald wieder als Polster um die Hüften.

Die physische Ursache liegt also im geänderten Stoffwechsel – die psychische Ursache dürfte häufig in Ungeduld bestehen oder der, meist falschen, Annahme, den Jo-Jo-Effekt umgehen zu können.

Wie kann man vorbeugen?

Mit der richtigen und ausgewogenen Ernährung läßt sich dem Jo-Jo-Effekt vorbeugen-Foto:© Aaron Amat - Fotolia.com

Als Gegenmaßnahme eignen sich je nach Fall unterschiedliche Strategien. Liegt tatsächlich ein durch Überernährung verschuldetes bedenkliches Übergewicht vor, so ist eine Reduzierung der täglich konsumierten Kalorien selbstverständlich sinnvoll und unter Umständen medizinisch notwendig. Unter ärztlicher Aufsicht kann ermittelt werden, wie stark die Essensmenge reduziert werden darf, um keine zu große Belastung für den Organismus darzustellen. Liegt kein schwerwiegender Fall von Übergewicht vor, sondern besteht bei einer normalen Figur oder nur leichtem Übergewicht der Wunsch, einige Kilo zu verlieren, so sollte eine langsame und behutsame Umstellung des Stoffwechsels auf weniger Nahrung bzw. eine geringere Kalorienzufuhr erfolgen. Dem Körper muss Zeit gegeben werden, sich an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Dies fällt besonders bei einem dringenden Wunsch nach rasantem Gewichtsverlust und der daraus resultierenden Ungeduld schwer. Es muss jedoch beachtet werden, dass der Jo-Jo-Effekt jeden durch Mühe und Strapazen so schnell gewonnenen Erfolg rasant wieder zunichtemachen kann. Als weitere Motivation, eine Gewichtsabnahme langsam und kontrolliert voranzutreiben, könnte, fernab der Jo-Jo-Effekt-Problematik, die Erkenntnis dienen, dass eine zu radikale Gewichtsabnahme in kurzer Zeit für den Körper eine Belastung darstellt und ungesund ist. Unter anderem können Kreislaufprobleme, abfallender Blutdruck, Unterzuckerung und Schwäche die Folge sein.

Eine weitere Möglichkeit, den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, besteht neben einer Kalorienreduktion darin, die Ernährungsweise zu verbessern. Bei der Umstellung auf eine gesündere Ernährung, die unter anderem auf die maßvolle Verwendung von Fett und Zucker, viel frisches Gemüse und Obst, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet, stellt der Jo-Jo-Effekt kaum eine Bedrohung dar. Auf diese Weise wird keine eigentliche Diät, die einen Anfang und ein Ende hat, betrieben, sondern eine im besten Fall lebenslang dauernde Umstellung erfolgt, die neben einem möglichen Gewichtsverlust weitere gesundheitliche Vorteile bietet.

Zu jedem Anlaß gut geschminkt

Dienstag, Juli 31st, 2012

Das Make-Up ist für Frauen essenziell, die immer und überall den richtigen Eindruck hinterlassen möchten. Es holt das Beste aus ihrem individuellen Typ heraus und macht mehr aus ihnen, als die natürliche Schönheit alleine schon wert ist. Ob es nun den reellen Typ betont oder ganz neue Facetten in der Persönlichkeit hervortreten lässt: Make-Up muss immer an der Lebenslage ausgerichtet sein, zu der es passen soll, denn dann hinterlässt man überall einen positiven Eindruck und kann sich darüber freuen, dass man all die anderen schönen Frauen mühelos in den Schatten stellt und die Aufmerksamkeit auf die richtige Art und Weise auf sich selbst lenkt.

Make-Up für den Alltag

Das ganz alltägliche Make-Up darf nicht zu intensiv sein und auch nicht zu wenig, sodass man gar nichts mehr davon erkennt. Es muss erstens zu den anderen Frauen passen, denn so sticht man nicht unangenehm aus der Menge hervor und passt sich dem Allgemeinbild gut an. So macht man mit Sicherheit nichts falsch. Zweitens ist wichtig, dass es etwas aus dem Typ der Trägerin macht und dafür sorgt, dass sie so schön wie möglich und trotzdem dezent und nicht knallig-auffällig wirkt. Optimal sind sanfte Farben, die nah am Hautton liegen; höchstens die Augen dürfen etwas dunkler geschminkt oder sogar mit schwarzem Make-Up behandelt werden.

Make-Up für den Abend

Ob für Alltag, Abend oder Party zu jedem Anlaß gibt es entsprechendes Make-Up-Foto:© tm-photo - Fotolia.com

Der Look für den Abend darf bereits deutlicher auffallen, wobei das natürlich auch vom Anlass abhängig ist. Eine eher gehobene Abendveranstaltung geht man beispielsweise mit klassischen, stilvollen Farben und Looks an, man darf es nicht übertreiben und kann sich trotzdem trauen, etwas aus sich herauszugehen und mehr aus sich zu machen, als man es tagsüber tun würde. Beim Date mit dem Liebsten oder dem Kinoabend mit den Mädels hingegen kann man auch einmal die Lieblingsfarben in knallig-bunter Ausführung sowie gewagte, interessante Techniken zum Einsatz kommen lassen, die das Bild insgesamt weiblicher, verführerischer und auffälliger wirken lassen.

Make-Up für die Party

Ein frecher Party-Look ist angesagt, wenn man mal wieder etwas Dampf ablassen und allen anderen Gästen die Show stehlen will. Party-Looks sind die auffälligsten, aber auch die spannendsten Looks und dürfen sich so weit vom Alltags-Look entfernen, wie sie wollen – denn jetzt ist nicht mehr Seriosität, sondern Charisma angesagt! Alle Farben und Ideen sind erlaubt, die man sich einfallen lassen kann. Wichtig ist nur, dass das Make-Up zum Outfit und natürlich auch zum individuellen Typ der Trägerin passt. Ist das jedoch gegeben, kann man nun endlich die Lieblingsfarben zum Einsatz kommen lassen und darf ruhig auch mit special effects überzeugen. Glitzer, Neonfarben und auffällige Styles sind gefragt, denn man will die Aufmerksamkeit auf sich lenken und dafür sorgen, dass man gesehen wird. Die natürliche Schönheit darf zwar noch in den Vordergrund gestellt werden, doch die meisten Frauen nutzen diese Gelegenheit, um das Außergewöhnliche auszuprobieren. Goldener Kajal, weit ausholend aufgetragener Lidschatten oder Lippenstift in völlig abwegigen Farben ist nun erlaubt, während man sich vorher vielleicht lieber zurückgenommen und der Kreativität keinen so freuen Lauf lassen wollte. Beim Make-Up für die Party gilt: Lieber etwas mehr als etwas zu wenig, immerhin darf man sich jetzt austoben und sollte diese Gelegenheit auch voll auskosten.

Schönheit und Operationen

Montag, Januar 16th, 2012

Obwohl aus medizinischen Gründen nicht zwingend erforderlich, gewinnen Schönheitsoperationen immer mehr an Bedeutung. Ein vergleichsweise kleiner Eingriff, der für Aussehen und Psyche der Betroffenen jedoch oft eine immense Verbesserung darstellt, ist die Lidstraffung, auch unter dem Namen Blepharoplastik bekannt.

Allgemeines zum Eingriff

Zunächst einmal muss zwischen Oberlid- und Unterlidkorrektur unterschieden werden. Wo hier genau die Unterschiede liegen wird später noch genau erläutert. Eine Lidstraffung wird häufig bei vollkommen gesunden Menschen durchgeführt. Ziel der Operation ist zumeist eine kosmetische Verbesserung der optischen Erscheinung. Bedingt durch sehr ausgeprägte Schlupflider kann allerdings unter Umständen auch eine tatsächliche Einschränkung des Gesichtsfeldes vorliegen. Oft ist es jedoch eine Kombination beider Gründe, die den Patienten zu einer Lidkorrektur bewegt. Wird die Operation allein aus ästhetischen beziehungsweise kosmetischen Gründen vorgenommen, erfolgt keine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse. Liegt hingegen eine medizinische Notwendigkeit vor, beispielsweise eine Gesichtsfeldeinschränkung oder gar Migräne, können die Kosten für eine Oberlidstraffung nach vorhergehender Prüfung übernommen werden.

Durchgeführt wird die Lidstraffung vom Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, zuweilen auch vom Facharzt für Kiefer-, Mund- und Gesichtschirurgie. Um eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte Vorgehensweise zu gewährleisten, sollte der behandelnde Arzt stets in verschiedenen Operationstechniken erfahren sein. Grundsätzlich unterscheidet man die Oberlidkorrektur und die Unterlidkorrektur. Auch eine Kombination aus gleichzeitig durchgeführter Oberlid- und Unterlidkorrektur ist möglich. Beide Eingriffe verlaufen wie folgt.

Die Oberlidkorrektur

Die Oberlidkorrektur wird zur Behandlung unschöner Schlupflider durchgeführt, die den Blick müde, traurig und wenig vorteilhaft erscheinen lassen. Ziel des Eingriffes ist es, den Blick wieder wach und offen zu gestalten und dem gesamten Gesicht somit zu einem frischeren Aussehen zu verhelfen. Bei der Straffung des Oberlides wird zu diesem Zweck ein Teil des Gewebes entfernt. Speziell handelt es sich dabei um erschlaffte Haut aus dem Bereich der sogenannten Umschlagfalte des Auges. Um das Ergebnis zu verbessern, kann zusätzlich noch überschüssiges Fett aus dem Bereich der Augenhöhlen entfernt werden. Die Oberlidstraffung gilt mittlerweile als Standardeingriff. Sie wird ambulant und lediglich unter Einsatz einer örtlichen Betäubung durchgeführt. Die Straffung des Oberlides ist ein vergleichsweise unkomplizierter Eingriff, sollte aber dennoch stets von einem erfahrenen Operateur vorgenommen werden.

Die Unterlidstraffung

Bei der Unterlidstraffung handelt es sich um eine operative Korrektur der sogenannten Tränensäcke. Je nachdem, wie ausgeprägt diese Tränensäcke sich zeigen, wird sich der Operateur für eine geeignete Operationstechnik entscheiden. Ist das Lidbändchen nicht erschlafft und der Hautüberschuss nur gering, so kann die transconjunctivale Technik zum Einsatz kommen. Dabei wird der Schnitt von der Innenseite durch die Bindehaut geführt. Die Verkleinerung der Tränensäcke findet im Wesentlichen durch eine Umverteilung des vorhandenen Fettgewebes statt. Äußerlich sichtbare Narben werden bei dieser Operationstechnik vollständig vermieden. Da Haut und Muskeln bei dieser Vorgehensweise jedoch nicht zu stark erschlafft sein dürfen, eignet sich diese Methode vor allem für jüngere Patienten. Zeigt sich das Lidbändchen bereits in erschlafftem Zustand, ist ein Schnitt an der Lid-Außenseite unvermeidlich. Auch bei der Unterlidstraffung findet die Korrektur hauptsächlich durch eine Umverteilung des Fettgewebes statt. Zusätzlich wird allerdings auch das erschlaffte Lidbändchen gestrafft. Für ein optimales Operationsergebnis kann zudem eine Entfernung überschüssigen Hautgewebes erforderlich sein.

Grundsätzlich ist die Unterlidstraffung ein anspruchsvollerer Eingriff als die Oberlidstraffung. Anders als die Oberlidstraffung wird die Unterlidkorrektur häufig in Vollnarkose durchgeführt. Zudem dauert der Heilungsprozess etwas länger als bei der reinen Oberlidstraffung.

Für beide Eingriffe gilt: Um operationsbedingte Schwellungen und Verfärbungen nach dem Eingriff möglichst schnell abklingen zu lassen, sollte der Kopf beim Liegen etwas erhöht gelagert werden. Regelmäßiges Kühlen der operierten Lider sorgt zudem für ein beschleunigtes Abschwellen und einen rascheren Heilungsverlauf.

Kosmetische Operationen

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Im Rahmen der gegenwärtige immer umfangreicheren und perfektionierten Möglichkeiten, den Körper ästhetisch verschönern zu lassen und unschöne körperliche Makel medizinisch auszugleichen, haben die kosmetischen Operationen eine große Bedeutung erlangt. Mit diesen teilweise recht invasiven operativen Eingriffen lassen sich Schönheitsideale umsetzen und Menschen streben nach einem vollkommeneren Körper. Darüber hinaus können operative Verfahren durch die plastisch-rekonstruktive und kosmetische Chirurgie hilfreich sein, um speziell ästhetisch relevante und fehlende Organe wieder aufzubauen.

Arten kosmetischer Operationen

Auf der Basis der gegenwärtig bewährten Varianten der kosmetischen Chirurgie, ist es realisierbar, sowohl bei Damen als auch bei Herren eine Fettabsaugung zur Reduzierung von Körperfett und zur Neumodellage betroffener Körperareale, Haut- und Muskelstraffungen am Bauch, Brust und anderen Körperzonen sowie kosmetische Operationen für die Erneuerung der Haarpracht sowie zur Glättung von Falten und zur Straffung der Gesichts-, Dekolleté- und Halshaut anzubieten.

Entscheidungshilfen für eine kosmetische Operation

Immer wieder fragt man sich warum sich Leute unters Messer legen. Die Gründe, warum sich Menschen für eine Operation durch die kosmetische Chirurgie zur Verbesserung deren Erscheinungsbildes entscheiden, sind doch recht unterschiedlich. Der größte Teil der Interessentinnen und Interessenten sind davon überzeugt, dass sie mit einem ansprechenderen und attraktiveren Aussehen im Leben mehr Erfolg haben. Der kleinere Teil möchte so aussehen wie schöne Menschen. Hintergründe für dieses Wunschdenken sind überwiegend etwas Neid, Frustration und ein geringes Selbstwertgefühl. Oftmals sind sie dabei durch die Medien beeinflußt, welche ein verzerrtes Bild von Schönheit liefern. Andererseits sehen viele Kundinnen und Kunden nicht ein, warum sie durch eine kosmetische Operation nicht auch etwas für ihre Gesundheit tun sollten. Dies ist im Zusammenhang mit der operativen Reduzierung von Fettgewebe im Rahmen der Liposuktion der Fall. Gerade bei Frauen stellen starke Fettablagerungen am Bauch ein gesundheitliches Risiko dar, das kennzeichnend für die Entstehung von Diabetes mellitus und Bluthochdruck ist. Leider unternehmen die etwas kräftigeren und abnehmwilligen Menschen meist über Jahre verzweifelte Anstrengungen, mit viel körperlicher Bewegung und Diäten einen schönen Körper und einen schlanken Körperbau zu erreichen. Dies ist jedoch bei einigen anatomisch hartnäckigen Fettdepots nicht möglich. Vorwiegend die unangreifbaren Problemzonen können nur mit einem operativen Eingriff beseitigt werden.

Wenn es so ist, dass Frauen unter unschönen Fehlbildungen der Brüste leiden, die es übrigens auch bei den Herren in Form der Gynäkomastie gibt, stehen diese oftmals unter einem hohen psychischen Leidensdruck. Dies kann sein, wenn die Brüste genetisch bedingt asymmetrisch, zu groß oder knabenhaft klein sind. Diese Erscheinungen stellen nicht nur ein ästhetisches, sondern gleichsam ein gesundheitliches Problem dar und sollten behandelt werden. Auch in dieser Hinsicht hat die kosmetische Chirurgie durchaus ihre Berechtigung.

Denkanstöße gegen eine kosmetische Operation

Jedem vernunftbegabten Menschen ist es klar, dass eine kosmetische Operation wie jeder invasive medizinische Eingriff mit speziellen Risiken und Komplikationen verbunden ist. Aus diesem Grund sollte eine Operation in der kosmetischen Chirurgie nie leichtfertig und aus einer Laune heraus von heute auf morgen und in zu jungen Jahren geplant werden. Nicht nur die reinen Bedenken in Hinsicht auf Nebenwirkungen und Risiken begründen diese Einwände. Körperliche Veränderungen, die nicht natürlich und nach einem Eingriff neu sind, können auch die Psyche belasten. Dies trifft häufig auf Frauen zu, die sich ihr Brüste nicht aus eigenen Erwägungen, sondern eher auf Zuraten anderer Personen oder aus berufsbedingten Gründen vergrößern lassen. Auch Straffungen des Gesichts, die mit einem Wandel der eigenen Mimik einhergehen können, stellen in einigen Fällen eine Belastung für die Patientinnen oder Patienten dar, weil sie sich damit selbst fremd fühlen.

Wenn eine Schönheitsoperation in der kosmetischen Chirurgie den einzigen Weg darstellen soll, um erfolgreich und im Leben glücklich zu sein, dann ist dies eine verzerrte Denkweise. Die innere Einstellung allein und nicht nur die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbild und das Nacheifern eines Schönheitsideals machen den Wert eines Menschen und dessen persönliches Glück aus. Wer sich innerlich schön findet, besitzt auch eine tolle äußere Ausstrahlung.

Entspannt durch die Zeit zu Zweit

Dienstag, Juni 14th, 2011

Manchmal ist Hilfe nötig

Einfach hinsetzen und das Denken ausschalten, das wäre schön. In der Schwangerschaft wissen Frauen häufig gar nicht, wo ihnen der Kopf steht – sie werden von einem Arzttermin zum nächsten gejagt, sich Gedanken darüber machen, ob sie direkt nach der Entbindung die Stammzellen einfrieren lassen, müssen sich mit Behörden und Papierkram herumschlagen und sollen dabei möglichst lange im Beruf bleiben und zu Hause ebenfalls funktionieren. Das ist viel verlangt, und ohne Hilfe geht es nicht. Es ist keine Schande, nicht alles selbst erledigen zu können! Hilfe darf man durchaus annehmen, und die Suche nach der persönlichen, ganz eigenen Entspannungsmethode kann schon ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Denn eine entspannte Mama ist mit Sicherheit eine perfekte Mama – während wie auch nach der Schwangerschaft.

Gemeinsam statt einsam

Die einfachste Art, sich zu entspannen, ist die Zweisamkeit. Schwanger ist man nie alleine, sondern der Partner ist es auch. Er muss mit den neuen Gewohnheiten seiner Partnerin klar kommen, und er kann beim Entspannen helfen. Es ist angenehm, wenn abends vor dem Schlafengehen ein wohltemperiertes Bad mit pflegenden Ölen auf den gestressten Körper wartet, und das Bad darf ruhig zu Zweit (bzw. zu Dritt) genommen werden. Eine Streichelmassage mit einer Mischung aus Oliven- und Nussöl pflegt die spannende Haut und kann nervende Gedanken vertreiben, und die daraus resultierende Nähe entspannt Mutter und Kind. Es muss keine große Geste sein – auch eine liebevolle Streicheleinheit für den wachsenden Bauch oder ein für den strampelnden Nachwuchs gesungenes Schlaflied reißt werdende Mütter aus dem Alltag und vertreibt Sorgen.

Meditation …

… kann man nicht in fünf Minuten erlernen. Aber man kann relativ schnell eine Entspannungsübung meistern, die den in der Schwangerschaft stark belasteten Rücken entspannt und zudem den Kopf freimacht. Die sogenannte Feldenkrais-Uhr kann ohne Hilfsmittel ausgeführt werden. Dazu legt man sich möglichst flach auf den Rücken, winkelt die leicht geöffneten Beine an und konzentriert sich auf das Becken. Das wird nun langsam im Uhrzeigersinn über den Boden gedreht. Bei zwölf Uhr liegt die werdende Mama im Hohlkreuz, die Sitzhöcker berühren den Boden. Bei drei Uhr ist die rechte Hüfte auf den Boden gedrückt, die linke Pobacke hängt dagegen halb in der Luft. Bei sechs Uhr liegen die Lendenwirbel auf dem Boden, die Sitzhöcker schauen dagegen nach oben. Und bei neun Uhr ist die linke Hüfte auf dem Boden, während die rechte Pobacke in der Luft hängt. Diese Übung darf gerne zehn bis zwanzig Minuten dauern, und wahre Entspannung stellt sich ein, wenn für einen kompletten Durchlauf aller Uhrzeiten das Becken eine halbe Stunde lang langsam über den Boden kreist.

Schwimmen

Bewegung im Wasser tut in der Schwangerschaft sehr gut, denn das schont die Gelenke, entspannt den Rücken und sorgt für eine gute Durchblutung. Wassereinlagerungen können abgebaut werden, und zusätzlich wird die Kondition trainiert: Für die Geburt wird das gebraucht. Langsames Schwimmen oder Aqua-Gymnastik erfordert ein gewisses Maß an Konzentration, das aber dennoch genügend Raum lässt, um alltägliche Sorgen parallel zu verarbeiten. Insofern ist Wassersport doppelt entspannend: Die körperliche Bewegung macht müde, und zusätzlich ist hinterher der Kopf wieder frei.